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    Alternative Energiequellen



    Zu den regenerativen Energien gehören: die Sonnenenergie, die Erdwärme (Geothermie), Wind- und Wasserkraft,  und die Biomasse. Um diese erneuerbaren Energien nutzbar zu machen, werden zur Zeit große Anstrengungen unternommen. So ist es auch in Deutschland heute schon möglich, die Geothermie zu nutzen oder Biomasse z.B. in Form von Holz oder Holzpellets in vollautomatischen Heizungen als Energieträger zu nutzen, wohl wie am Anfang einer jeden Produktentwicklung zu immer noch recht hohen Preisen. Dies wird sich in recht kurzer Zeit, mit steigender Nachfrage nach solchen Technologien und ständig weiter steigenden Energiepreisen bei den fossilen Rohstoffen, jedoch schnell relativieren.

    1. Sonnenenergie



    Die Sonnenenergie auch Solarenergie genannt steht dem Menschen unbegrenzt zur Verfügung und ist obendrein schadstofffrei. Die Verwendung dieser kann durch folgende Verfahren nutzbar gemacht werden: aktive Nutzung  - mit thermischen Verfahren wie Sonnenkollektoren zur Wärmenutzung und Solarzellen (Photovoltaikanlagen) zur Stromerzeugung und der passive Nutzung - z.B. durch Südfenster und Wintergärten.

    2. Erdwärme (Geothermie)



    In Deutschland wird die Geothermie bisher noch zu wenig genutzt. Geschätzt wird, dass der deutsche Stromverbrauch zu 60% mit Geothermiekraftwerken gedeckt werden könnte. Einen nicht so großen technischen Aufwand (geringere Bohrtiefen) muss man betreiben, um die Wärme als solche zu nutzen, oder aber sie über Wärmepumpen nutzbar zu machen. Der letzt genannte Punkt wird heute schon vielfach genutzt, um z.B. eine Eigenheimbeheizung mit Hilfe einer Wärmepumpe und der Erdwärme zu realisieren.

     

    Die Wärmepumpe nutzt die Wärme des umgebenden Mediums (Luft, Erdboden, Grundwasser, usw.). Sie arbeitet wie ein Kühlschrank, gleiche Technik mit umgekehrtem Ziel. Der Kühlschrank entzieht seinem Innenraum und den darin befindlichen Gegenständen Wärme und gibt sie an der Rückseite an den Raum ab. Genau so entzieht die Wärmepumpe der Umgebung die Wärme und bringt diese Wärme auf ein Niveau, welches zur Beheizung der Räume benutzt werden kann.

    Zur oberflächennahen Nutzung werden Wärmetauscherrohre großflächig im Erdboden in einer Tiefe von 1,0 m - 2,0 m verlegt. Zur Tiefennutzung müssen teilweise, abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, 100 m tief reichende Erdsonden in den Boden eingebracht werden, was finanziell sehr aufwendig ist, und oft auch je nach geologischen Verhältnissen sehr risikobehaftet sein kann.

    3. Wasserkraft



    Die Kraft des Wassers spielt bei der Energieerzeugung eher in Form von großen Wasserkraftwerken eine Rolle, so dass für den Endverbraucher die Nutzung der Wasserkraft nicht unmittelbar zur Verfügung steht. Außerdem sind die Möglichkeiten der ökonomischen Wasserenergienutzung in Deutschland fast ausgereizt.

    4. Windenergie



    Ähnlich wie bei der Wasserkraft spielt die Kraft des Windes bei der Energieerzeugung eher in großen Anlagen (Windparks) eine Rolle. Allerdings gibt es auch für den Endverbraucher Windkraftanlagen, die für kleinere Anwendungen geeignet sind, die Aufstellung einer Windkraftanlage ist aber weder überall möglich noch sinnvoll und manchmal sogar unerwünscht und hat auch Nachteile, wie z.B. die Gefährdung der Zugvögel, die Störung des Landschaftsbildes und Lärmbelastung der Umwelt.

    5. Biomassenutzung



    Die historisch älteste Energiegewinnungsart der Menschheit ist die Verbrennung von Biomasse (Bioenergie) und somit eine indirekte Art der Sonnenenergienutzung. Diese Art der Energiegewinnung gewinnt aktuell wieder zunehmend an Bedeutung. Erstens wegen der Unerschöpflichkeit der jeweils eingesetzten Rohstoffe (nachwachsende Rohstoffe, Stroh, Holz usw.), und zweitens wegen der CO2 - neutralen Bilanz bei der Verbrennung von nachwachsenden Rohstoffe. Nachwachsende Rohstoffe setzen bei ihrer Verbrennung nur die Menge an CO2 frei, die sie in ihrer Wachstumsphase vorher gebunden haben, was sich positiv für das Treibhausklima auswirkt. Zur Biomasse gehört die organische Masse die durch Pflanzenwachstum (nachwachsende Rohstoffe, Stroh, Holz usw.) erzeugt wird, die von Tieren in Haushalten und in der Industrie anfallenden organische Abfälle (Mist, Gülle, Klärschlamm, organischer Hausmüll). Schnell nachwachsende Pflanzen (Holz, Stroh) mit großem Masseertrag werden direkt als Brennstoff eingesetzt, Ölsaaten können zur Erzeugung von Biodiesel genutzt werden, aus zucker- und stärkehaltigen Pflanzen lässt sich Bioalkohol herstellen.

    5.1. Holzpelletkessel



    Pellets sind ein veredelter Biobrennstoff, der aus Säge- und Hobelspänen hergestellt wird. Unter hohem Druck werden ohne Zugabe von Bindemitteln runde Stäbchen von 6 bis 12 mm Länge gepresst. Bei der Verbrennung von Holz-Pellets werden keine Stoffe freigesetzt, die nicht in den ökologischen Kreislauf eingehen. Pellets tragen nicht zum Treibhauseffekt bei wie die fossilen Brennstoffe Öl oder Gas. Sie setzen bei der Verbrennung nur die Menge CO2 frei, die die Pflanzen beim Wachsen aufgenommen haben, daher ist ihre Verbrennung CO2 - neutral. Heute moderne Pellets-Heizkessel erfüllen alle Wünsche, die man an ein modernes Heizsystem stellt: vollautomatischer Betrieb und eine saubere, CO2 - neutrale Verbrennung nach strengsten Anforderungen mit Holzpellets. Moderne Pellet-Heizkessel räumen mit den Nachteilen der Stückholzverfeuerung auf und sind eine echte Alternative zu Öl- und Gaskesseln. Der Brennstoff Pellets wird bei Heizbedarf vollautomatisch aus dem Vorratslager in den Kessel gefördert und dort mit einem langlebigen Keramikelement, oder einem Heißluftgebläse automatisch gezündet. Die Primärluft sorgt für eine Vergasung des Brennstoffes. In der Retorte erfolgt dann die vollständige Verbrennung der ausgegasten Kohlenwasserstoffe.

    5.2. Holzvergaserkessel



    Eine moderne Holzfeuerungsanlage lässt bei der Bedienerfreundlichkeit nichts zu wünschen übrig. Ein großer Füllraum und eine entsprechende Öffnung ermöglichen ein bequemes Beschicken des Heizkessels mit Halbmeterspalten, was einen extrem langen Betrieb (bis zu 24 Stunden) ermöglicht. Die durch die spezielle Verbrennung anfallende Aschemenge ist sehr klein. Mit einer Kontroll-Steuerung der Verbrennungsluft wird der Holzverbrauch und die Umweltbelastung auf ein Minimum reduziert sowie der Wirkungsgrad (von 90%) optimiert